2014 Oliver Schäfer

In Obernkirchen hat der Wahlkampf für die Bürgermeisterwahl am 13. September 2026 begonnen. Ein vom Bürgermeisterkandidaten der SPD aufgehängtes Wahlplakat gibt Grund zum Schmunzeln, denn es ist ein kleines Malheur passiert.

Was ist denn jetzt los: Kandidiert Obernkirchens ehemaliger Bürgermeister Oliver Schäfer (SPD) wieder für das höchste Amt in der Stadt? So oder ähnlich könnte es manch einem Betrachter scherzhaft durch den Kopf gegangen sein, der in der Bergstadt am Montagmorgen (20. Juli 2026) das an der Ecke Schluke/Beeker Straße aufgehängte SPD-Wahlplakat entdeckte, auf dem ein Porträt Schäfers zu sehen war. Jedenfalls war es kurios, dass das Konterfei des SPD-Kommunalpolitikers so prominent im öffentlichen Raum prangte.

Dass es sich bei diesem „Wahlkampfauftritt“ jedoch um eine Panne handeln musste, war allerdings auch gleich klar: Schließlich baumelte am unteren Ende des Schäferschen Wahlplakates ein umgeklapptes weißes Papier, das offenbar bis vor Kurzem noch vollflächig auf „Oliver Schäfer“ geklebt hatte. Und wenn der wehende Wind das herabhängende Papier anhob, konnte man auf dessen Rückseite das Antlitz des tatsächlichen diesjährigen SPD-Bürgermeisterkandidat Martin Drelichowski erkennen. Zudem war auf Schäfers Wahlplakat bei genauem Hinsehen die Angabe „Bürgermeisterwahl 5. Oktober 2014″ zu lesen; die anstehende Bürgermeisterwahl ist dagegen erst am 13. September 2026.

Wie die beiden Betroffenen reagieren

Sowohl Drelichowski als auch Schäfer nehmen das kleine Wahlkampf-Malheur mit Humor: Weil er noch keine wetterfesten Hohlkammer-Wahlplakate zur Verfügung gehabt habe, habe er sich – um schon mal plakatieren zu können – auf die Schnelle einen Satz konventioneller Wahlplakate drucken lassen und diese dann „ganz old-school“ mit Kleister auf alte Plakatrückwände (Hartfaserplatten) von Oliver Schäfer geklebt, berichtet Drelichowski.

Doch bei seinem an der Ecke Schluke/Beeker Straße aufgehängten Plakat war die beabsichtigte Werbewirkung augenscheinlich leider nur von kurzer Dauer, woran ihm zufolge letztlich das schlechte Wetter schuld war. Denn: „Da nutzt der beste Superkleister nichts, wenn es so stark regnet“, erklärt der echte SPD-Bürgermeisterkandidat. Nicht ohne anzumerken, dass er das betroffene Papierplakat inzwischen gegen ein – inzwischen geliefertes – Hohlkammer-Plakat ausgetauscht habe.

Schäfer, seit Juni 2026 Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Stadt Obernkirchen, nimmt die Panne ebenfalls locker: Seine Ehefrau sei wegen einer Besorgung in der Stadt gewesen, habe dort das alte Wahlplakat hängen gesehen und dies nach ihrer Rückkehr ihm gegenüber dann mit der spaßig gemeinten Frage „Ach, Du kandidierst wieder?“ kommentiert, erzählt der Ex-Bürgermeister und lacht.

Schäfer zufolge hat das kleine Wahlplakat-Malheur übrigens auch einen durchaus positiven Aspekt: Es zeige, dass die SPD Obernkirchen auch für Nachhaltigkeit stehe, indem diese alte Wahlplakate nicht wegwerfe, sondern weiterverwende, witzelt er.